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hielt am Vorabend des Todes von Papst Joh. Paul II. in der Benediktinerabtei SUBIACO bei Rom einen bemerkenswerten Vortrag über die Krise der europäischen Kultur. (Aus: Die Tagespost / Nr. 19 ASZ/ Feuilleton: 9 - 10) Ideen wie Frieden und Gerechtigkeit seien zwar in der Öffentlichkeit viel im Gespräch, würden im Diskurs aber nicht auf ethische Werte gegründet, sondern auf einen lediglich parteipolitischen Horizont reduziert. Zu oft blieben solche Begriffe rhetorische Floskeln, anstatt als persönliche Verpflichtung im alltäglichen Leben umgesetzt zu werden.
In
seinem Vortrag in Subiaco erkannte Kardinal Ratzinger die entscheidenden
Beiträge des modernen Denkens in der heutigen Gesellschaft an. Aber die
säkularistische Mentalität, die oft damit einhergehe, sollte die tiefen
christlichen Wurzeln der Gesellschaft nicht ignorieren.
Die
Ausklammerung jeglichen Bezugs auf Gott oder Religion aus dem
öffentlichen Leben sei kein Zeichen von Toleranz, die für
Nichtglaubende als Vorwand diene, sondern eher Ausdruck eines
Standpunktes, der Gott auf Dauer aus dem öffentlichen Leben
ausgeschlossen sehen und ihn wie eine Art kulturelles Überbleibsel der
Vergangenheit beiseite legen wolle. So verstanden werde der
Relativismus, der dieser säkularistischen Mentalität zu Grunde liegt, zu
einer Art Dogmatismus, der von sich meint, er habe die endgültige
Stufe der Erleuchtung über das, was menschliche Vernunft ist, erreicht.
Aber wenn man Gott verbanne, müsse man auch damit rechnen, dass die
Würde des Menschen abhanden komme... (Peter B.)
Eine "Neue Theologie" in der Katholischen Kirche!
Johannes der
XXIII. wollte „die Türe zur Welt weit aufmachen." Nun ist die Welt mit ihrem
Geist (Joh 14.17) als „der Rauch Satans" in die kath. Kirche und sogar in
vatikanische Dokumente (!) eingedrungen. Es ist ein falscher Sauerteig, der sich
in der Kirche breit macht. Theologen und Exegeten, ja
auch Bischöfe und Priester laufen mit dem Zeitgeist, "denn sie liebten das Ansehen bei den
Menschen mehr als die Ehre bei Gott" (Joh 12,43; Mt 23,5). Mit einer
„leichteren, angenehmeren, am Menschen ausgerichteten" Religion wollen sich die Leiter des Gottesvolkes beliebt machen.
Nur
einige der wichtigsten schädlichen Lehren, die in Kirche und Predigten
schleichend und völlig unbemerkt Eingang finden, seien aufgezählt. Sie führten
zu einer verderblichen Kettenreaktion, 1. Leugnung der Erbsünde: Eine Prüfung des Menschen im Paradiesesstand wird höchstens als Fiktion angenommen. Es wird nun immer öfter behauptet, alle Menschen sind durch Christus schon erlöst und im Stande der Gnade, ganz gleich, ob sie persönlich das Heil in Christus annehmen oder nicht (Rahner: Anonyme Christen). „Wir kommen alle, alle, in den Himmel, die Hölle ist nur eine Denkmöglichkeit, sie ist leer" weil Gott so gut ist (ohne Gerechtigkeit?). Der Heilige Geist wirkt doch in allen Kulturen und Religionen! Wozu noch Missionare? Todsünde kommt nicht mehr vor. Wer sucht noch Erbarmen bei Gott, wo der Mensch Vergebung doch schon hat und automatisch Gottes Freund ist. Geschwunden ist die Gottesfurcht im Lande. 2. All-Erlösung, Abschaffung der Hölle und des Teufels: Gott ist so gut, dass es eine Hölle nicht geben kann. Was unser Verstand nicht einsieht, das gibt es nicht (Aufklärung). Kein Mensch kann so böse sein, dass er sich von Gott ewig abwendet. Durch die Menschwerdung Gottes sind praktisch alle Menschen schon Christen und gerettet. Schlussendlich kommen alle Geschöpfe, auch die Teufel, in den Himmel. So meinen sie und so sieht es die Gnosis (übrigens: Papst Johannes Paul II. war einmal Anthroposoph, und deren Allerlösung ist in „Redemptor Hominis" enthalten; Johannes Dörmann). Bei Beerdigungen werden die Verstorbenen schon heilig gesprochen - so als kämen alle Menschen automatisch in den Himmel. Die Erwähnung der Möglichkeit ewiger Verdammnis (wie im KKK klar dargestellt) sei Drohung und mache Angst. Wir sollen also die Leute ungewarnt und unbekehrt sterben lassen (das will der Teufel). Auf allen Linien ist zu beobachten: Leugnung des zweiten, des ewigen Todes: Leugnung der Todsünde und des Todes der Seele (Offb 2,11; 3,1; 20,6). Tabuisierung des ersten, des leiblichen Todes. Nur ja nicht an das Sterben, an das persönliche Gericht und an das Jenseits erinnert werden. Die Hölle ist praktisch abgeschafft und weil nun alle Menschen in den Himmel kommen, hört Bekehrung, Beten und Sühneopfer auf. Nun fehlt der Ernst, mit dem Jesus verkündete und warnte. Der Teufel und Satan will unerkannt im Stillen wirken. Die Neuerer wollen ihn nirgends nennen und werden so seine Gehilfen. 3. Leugnung der Seele. Bei Matthäus (10,28) lesen wir: „Fürchtet den, der Leib und Seele in die Hölle stürzen kann!" Christi Seele ist vom Kreuz herunter (leiblos!) in die Unterwelt gestiegen. Heute aber wird einseitig die Ganzheit des Menschen betont, die Totenliturgie wurde deswegen „entrümpelt" und das Wort Seele überall gestrichen. Geht der Glaube zur Türe hinaus, so kommt der Aberglaube beim Fenster herein. Jetzt nehmen immer mehr Menschen die Irrlehre des Spiritismus an: „drüben ist es für alle schön und angenehm" oder die Irrlehre der „Reinkarnation", „der Mensch kommt öfter auf die Welt und kann und muss sich aus eigenem Streben höher entwickeln". Ein Erlöser ist also überflüssig. Selbsterlösung und Selbstverwirklichung werden groß geschrieben. Man macht sich Lehren nach eigenem Geschmack (1 Tim 4,1). 4. Leugnung der Transzendenz, Verdrängung der jenseitigen Welt. Einzig und allein der Mensch und das Diesseits (nur das leibliche Wohl) ist wichtig. Niemanden auf ein Jenseits vertrösten! Einseitige Betonung der horizontalen ohne die vertikale Ausrichtung. Es sei daran erinnert: Wahrheit ist unteilbar! Eine halbe Wahrheit ist eine Lüge. Halbwahrheiten sind schlimmer als Lügen.
5. Einseitige Betonung von Gottes Barmherzigkeit! Natürlich ist Gott auch
barmherzig, aber diese Halb-Wahrheit
verschweigt und unterschlägt die Tatsache, dass Gott auch sehr gerecht ist! Kann
Gott sich durchsetzen? Kann er dem Unterdrückten und Ausgebeuteten helfen? oder
schaut er überall ohnmächtig zu? Die Folgen der einseitigen Verkündigung von „nur
Barmherzigkeit" ohne Gerechtigkeit Gottes, die sieht man rundum: keine Gottesfurcht
mehr, kein Bemühen um Umkehr, „es kommen eh alle in den Himmel". Nun darf
nicht mehr gesagt werden: „Gott ist ein gerechter Richter, der das Gute belohnt
und das Böse bestraft!" (Sind die "Sieben Grundwahrheiten" nun auf einmal überholt?).
Nun heißt das Motto: Nur ja
niemandem „Angst machen" - auf deutsch: Du darfst niemanden warnen vor
Teufel oder Hölle. Satan kann nun gute Ernte machen. Sünde und Schuld werden verharmlost, die Beichtstühle
überflüssig. Statt Reue und Umkehr geht man zum Psychiater und verschiebt Schuld
auf andere und klopft anderen auf die Brust. Geschwunden ist die Gottesfurcht und
das Wissen um das Wesen der Sünde und deren Folgen. Der Religionsunterricht wird seicht.
Die Sakramente verkommen zur Folklore, sie sind dann nur noch veräußerlichtes
Brauchtum - leerer Ritualismus.
6. Abschaffung des Opfers: Wichtig ist das irdische Wohl des Menschen
- Gott ist nur mehr
ein nützlicher Erfüllungsgehilfe für das neue Ziel, das Wohl des Menschen auf
Erden! 7. Die Wahrheit ist relativ, wir können die objektive Wahrheit nicht erkennen, so behaupten die Neuerer... alles ist nur relativ. Damit sind die Ideen der Aufklärung und der Freimaurerei in die Kirche eingedrungen. Deismus, Monismus, Pantheismus… Synkretismus. Was wahr ist, wird nun demokratisch bestimmt und man nimmt sich, wie in einem Selbstbedienungsladen, von jeder Religion was einem gerade gefällt. Die kath. Religion wird zu einer reinen Verstandesreligion, wo nur noch gilt, was der Verstand einsieht. Ein absoluter Wahrheitsanspruch (Jesu und der Kirche) wird von der Freimaurerei bekämpft. Sie leugnet Wunder und die Offenbarung Gottes in Jesus, die Menschwerdung. Sie behauptet, dass die objektive Wahrheit nicht erkennbar sei; deshalb verfolgt sie IHN, weil ER sagt: "Ich bin die Wahrheit". Jesus „der Weg und die Wahrheit" wird umgedeutet, relativiert, und sein göttliches Wesen geleugnet. Eindringen der Gnosis in die kath. Kirche! Die Gnostiker benützen die gleichen Worte, aber in einem anderen Sinn! Die Umdeutung der Begriffe wird nun besonders bei der Einführung der Volkssprache begünstigt: Neue Begriffe, neue Inhalte! Gnosis ist die Religion der Zukunft und des Antichrist, der mit Hilfe des Teufels ("der als Luzifer, als Lichtgeist erscheint") große Wunder tun - gleich große Wunder, wie Jesus tat. Nun gilt: New-Age, Selbsterlösung durch Einsicht und edles Streben, durch „Ich-Entwicklung." - Luzifer, das falsche Licht, wird die Welt erleuchten.
8.
Das Kirchenvolksbegehren: Es fällt auf, dass von Bekehrung,
Umkehr (Metanoia),
Vertiefung des Glaubens... in diesem Begehren der Basis nicht vorkommt! Glaubensvertiefung
und Bekehrung werden Nebensache. Demut und Gehorsam sind Fremdworte
geworden; "O Herr, ich bin nicht würdig" gibt's nicht mehr. Rom ist den
Modernisierern hinderlich, es sei Druck von unten, von der Basis nötig (um z. B.
Frauenpriestertum, Abschaffung des Zölibats, durchzudrücken). Der Papst und das hierarchisch gegliederte Priestertum
muss weg - eine Demokratie (Volksherrschaft) muss her. Dokumente aus Rom
werden im deutschen Sprachraum einfach ignoriert. Frage: Welche weltliche Firma überlebt, wenn
die Mitarbeiter der Fabrik dem Chef nicht mehr gehorchen? 9. Falscher Ökumenismus: Viele in Jesus offenbarte Wahrheiten werden nicht mehr offen bekannt, um bei anderen christlichen Glaubensgemeinschaften nicht anzustoßen. Ausverkauf bei den Katholiken. Luther wird zum „Vater des Glaubens" - klar: Es gibt bei allen christlichen Konfessionen Gutes. Aber nun wird versucht, alle Religionen als gleichwertig unter einem Dach zu vereinen, auf Kosten der Wahrheit. Der Papst soll nur einen Ehrenvorsitz unter Gleichen (Religionen) haben. Das Priesteramt soll aufgehen im „allgemeinen Priestertum aller Gläubigen". Rom wird zu einem Debattierklub, zu einer UNO der Religionen. die Bibel und die katholische Lehre werden besonders seit 1965 anders gedeutet und mit einer anderen (pastoralen) Sprache ausgedrückt. Andere Sprache, andere Deutungen! Auch das Konzil wird umgedeutet und als Plattform für ständige Erneuerungen missbraucht. Der "Konzilsgeist" wird nach Belieben gedeutet. Jesus hat gesagt: "Geht und verkündet!", nicht: Geht und fragt und debattiert. Man will eine neue und angenehmere Kirche selbst konstruieren. Ein anderer Geist zieht unmerklich in Kirchen und Klöster ein, der dem Antichristen den Weg ebnet. Latein und die Lehre der Scholastik, wo es noch eindeutige und klare Begriffe gab, ist völlig verschwunden und verpönt. Nun ist alles im Fluss. Seit der Einführung der Volkssprachen herrscht babylonische Sprachverwirrung und theologischer Wildwuchs. Die „Neuerer" verharmlosen den Ernst des Evangeliums, verharmlosen die Möglichkeit des ewigen Todes (ewige Verdammnis), verharmlosen Satan und Teufel, vernachlässigen die Botschaft vom Kreuz und verkünden ihre eigenen (gut gemeinten) Ansichten einer "Wohlfühlreligion" für die Spaßgesellschaft.
In Sodom und Gomorra sprach der Herr
zu Lot:
Literaturhinweis: Anton Angerer "Das steht der Welt noch bevor" Wien: 2004. Die Voraussagen vieler berühmter Seher: Der blinde Jüngling, Irlmaier, Fatima, La Salette, ...; 304 Seiten. ISBN: 978-3854061526. Direkt bestellen bei: Mediatrix-Verlag, Gloriette 5, A-3423 St. Andrä-Wördern, Tel: A- 02242-38386-..; oder: Mediatrix-Buchhandlung, D-84495 Altötting, Kapuzinergasse 7. Tel: D- 08671-12015 www.mediatrix.at Das ganze Buch als pdf-datei 1,5 MB zum download: Angerer "Das steht der Welt noch bevor"
Dörmann,
Dr. Johannes "Der theologische Weg Johannes Pauls II" 3 Bände! Sitta Verlag,
Berger, David "Karl Rahner. Kritische Annäherungen" 512 Seiten, ISBN 3-87710-280-8; Reihe: QUAESTIONES NON DISPUTATAE; Band VIII, Verlag FRANZ SCHMITT, Postfach 1831, D-53708 Siegburg; VerlagFranzSchmitt.de (18 Artikel über Karl Rahner und "seine gewagten Lehren", seine Abhängigkeit von Hegel, Heidegger, Teilhard de Chardin - bis Allerlösung) Inhaltsangabe Dietrich von Hildebrand „Der verwüstete Weinberg", Lins-Verlag, A-6804 Feldkirch Hoeres, Walter „Der Aufstand gegen die Ewigkeit." Christiana-Verlag, 1987. Dörner, Reinhard „Kirche - Zeichen des Widerspruchs. Gnosis, Aufklärung, New Age - Hintergründe der gegenwärtigen Kirchenkrise" 1997; ISBN 3-00-003452-8.Initiativkreis, Prozessionsweg 24, D-48712 Gescher Müller, Michael (Hrsg.) „Die Saat geht auf. Ist die Kirche mit ihrer Moral am Ende?" MM Verlag. Müller, Michael „Der Marsch auf Rom" MM Verlag; Aachen 1994. Wallner, Karl Josef „Sühne - heute aktuell?" Wien, 3-9501016-0-8 (Stift Heiligenkreuz) Kardinal J. Siri „Gethsemani" Aschaffenburg 1982 (Rom 1980)
Georg May "Die andere Hierarchie"
(Der Aufstand der Laien); Band II: Quaestiones NON Disputatae.
http://www.theologisches.net
Manfred Jacobs "ASSISI und die NEUE RELIGION" Durach: 1989; 112 Seiten; Anton-Schmid-Verlag Die Verfinsterung der Kirche (L´Eglise éclipsée). 274 Seiten; 1997 Anton-Schmid-Verlag Hohl-Wirz, Dr. Martin „Freimaurerei. Wurzeln, Ziele…" Logos Verlag, 3-933828-09-0 MØRSTAD, Erik M. „Mein Weg zur katholischen Kirche. Leben, Denken und Konversion eines norwegischen lutherischen Theologen“ Edition Kirchliche Umschau, 438 Seiten, 3. erw. Auflage 2001. ISBN 3-934692-09-5 Scott Hahn "Unser Weg nach Rom" (ein Professor der Evangelikalen wurde katholisch). ISBN: 978-3717110699 Hilborn, David (Hrsg.) "Die Wirklichkeit der Hölle. Biblische Leitlinien zu einem verdrängten Thema" Brunnen: 2004; ISBN 3-7655-1322-9, 192 Seiten ("The nature of Hell" London: 2000, Evangelical Alliance) Breid, Franz (Hrsg.) "Die heilige Eucharistie. Referate der Theologischen Sommerakademie 2005 des Linzer Priesterkreises" Augsburg: 2005; 296 Seiten, ISBN: 978-3-934225-38-1 Dominus-Verlag, Dr. Peter C. Düren, info@dominus-verlag.de Beda, Anton "Plagegeister. Wie werde ich frei?" über Satan und sein Wirken in Magie, Zauberei und Esoterik. Eine Unterscheidung der Geister. Mediatrix-Verlag, Wien: 2007, ISBN: 978 3 85406 178 6; Literaturverzeichnis Scupoli, Lorenzo "Der geistliche Kampf" Hrsg. Norbert Esser. Sankt Meinrad Verlag Sinzig; 3-927593-25-7 Schlosser, Marianne "Die Gabe der Unterscheidung. Texte aus zwei Jahrtausenden" echter, Würzburg: 2008; (Institut für Theologie und Spiritualität, Wien) Fiedrowicz, Michael "Theologie der Kirchenväter. Grundlagen frühchristlicher Glaubensreflexion" Was ist unter Tradition in der Kirche zu verstehen? Herder: 2007; ISBN: 978-3-451-29293-4 Menke, Karl-Heinz "Jesus ist Gott der Sohn" (Gebundene Ausgabe) Pustet, Regensburg: 2008; ISBN: 978-3791721156; KKK = Kath. Weltkatechismus http://theol.uibk.ac.at/leseraum/quelltext/ Niewiadomski, Jozef "Eindeutige Antworten? Fundamentalistische Versuchung in den Religionen" (Levebfre bis Islam…; Evangelikale und Bibelauslegung) Innsbruck: 1988. 210 Seiten
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