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Jahrhundert-Irrtum, verbreitet durch
die Aufklärung des vorigen Jahrhunderts.
Donoso Cortes, der große Spanische Staatsphilosoph hat schon im vorigen
Jahrhundert festgestellt, dass unsere Zeit von zwei Irrtümern belastet ist –
der eine Irrtum bezieht sich auf Gott, der andere auf den Menschen.
http://www.kreuz.net/article.7775.html
Der erste Irrtum beinhaltet einen Angriff auf die Gegenwart Gottes in dieser
Welt.
Er ersetzt das christliche, biblische, der Tradition angehörende
Gottesbild durch ein deistisches, durch das Bild eines Gottes, der sich
zur Ruhe gesetzt hat und die Welt ihrer eigenen Entwicklung und ihrem
eigenen Schicksal überlässt.
Daraus folgt dann die Leugnung der gesamten übernatürlichen Wert- und
Heilsordnung.
Denn. wenn Gott nur (ein von der Welt ferner Geist), ein Gedankengebäude
ist, eine abstrakte Idee, weder in das Leben des Einzelnen noch der Völker
eingreift, dann hat es auch keine Menschwerdung Gottes gegeben (er kümmert
sich ja nicht um die Welt).
Dann gibt es auch keine Kirche, kein Opfer, keine Sakramente und keine
Lehrverkündigung. Dann sind dies alles nur kulturelle Erscheinungen.
Ein zweiter Irrtum – sagt Donoso Cortes – betrifft den Menschen.
Der zweite Irrtum: der Mensch ist gut. Er ist nicht mit der Erbsünde
belastet. Er ist unbefleckt empfangen, unbefleckt geboren.
Folglich bedarf er keiner Erlösung, sondern einzig und alleine der Erziehung
und der Entfaltung der in ihm ruhenden guten Veranlagungen.
Das führt dazu, dass das Kreuz Christi verkannt und das Heilige Messopfer
als seine Verlängerung mit seinem wahren Sühnecharakter abgelehnt wird.
Der Mensch bedarf diesem Irrtum zufolge nicht der Buße, der Entsagung,
Abtötung oder Selbstverleugnung. Jedermann sei vielmehr gut,
menschenfreundlich, friedfertig und liebenswürdig.
Genau dies hatte schon der Philosoph Jean-Jacques Rousseau († 1778)
der Welt verkündet. Er bezeichnete Zivilisation und Kultur als Verderbnis...
Dieses Postulat hat weiten Eingang gefunden in die Philosophie und auch in
die moderne Theologie.
Im Erziehungswesen führt es dazu, das Prinzip der Autorität fallen zu lassen
und vom Kampf gegen schlechte Neigungen, gegen Sündhaftes und Böses, von
Zurechtweisung und Strafe abzusehen.
In der Politik geht man dazu über, die Feindbilder abzubauen und sich einem
illusionären Pazifismus zu verschreiben.
In der öffentlichen Meinung führt es zu einem unbeschränkten, grenzenlosen
Fortschrittsglauben, zu einem uferlosen Heilsoptimismus, der an eine
universale Verständigungs- und Einigungsmöglichkeit unter den Menschen
glaubt.
Dieser Fortschrittsglaube
sieht das Paradies auf Erden als verwirklichbar an und weiht dieser Illusion
all seine Kräfte. Und nun kam das Zweite Vatikanische Konzil:
Das Zweite Vatikanische Konzil hat nichts anderes getan, als diese gesamte
Mentalität der Moderne, der Liberalität, der permissiven Moral sozusagen
„festzuschreiben“, zu kodifizieren, in den inneren Kirchenraum aufzunehmen.
Dörmann,
Dr. Johannes "Der theologische Weg Johannes Pauls II" 3 Bände! Sitta Verlag,
Band I: Vom Zweiten Vatikanischen Konzil bis zur Papstwahl" 126 Seiten, ISBN
3-980 2444-0-7
Band II: Trinitarische Trilogie: Redemptor Hominis... Auslieferung
auch: Anton Schmid, Durach
(Die Allerlösung - die Erlösung aller, wird nun offiziell vom Papst verkündet - der
einmal Anthroposoph war) Dörmann zeigt: Eine Neue Theologie ist in die Kirche eingebrochen. Assisi
bestätigt einen Synkretismus wie zur Zeit von König Salomo.
Walter Lang "Der MODERNISMUS als Gefährdung
des christlichen Glaubens" Stella Maris Verlag, Buttenwiesen:
2004; 272
Seiten;
http://www.stella-maris-verlag.de;
Tel: 0049 -8274-6543 (Fax:
-6542 )
Schlosser, Marianne "Die Gabe der Unterscheidung. Texte aus zwei
Jahrtausenden" echter, Würzburg: 2008; (Institut für Theologie und
Spiritualität, Wien) |