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40 Jahre Liturgiereform - 
Festakt in Trier mit Cardinal Ratzinger
        Deutsche Tagespost 6. Dez. 2003

     Die Verabschiedung der Liturgiekonstitution „Sacrosanctum Concilium" durch das Zweite Vatikanische Konzil vor vierzig Jahren forderte zur Besinnung. Kardinal Joseph Ratzinger kam nach Deutschland und referierte zum Thema im Dom zu Trier. In Passau mahnte der Grazer Oberhirte Egon Kappellari, im Gottesdienst das „Heilige" wieder zu entdecken und Transzendenz wieder aufleuchten zu lassen.
...  in den vergangenen vierzig Jahren habe es Missbräuche gegeben, so Arinze beim römischen Experten-Gespräch. Manche Priester sagten zum Verdruss der Gläubigen „merkwürdige Dinge" im Gottesdienst und banalisierten die Liturgie.

     Solche Missbräuche dienen Traditionalisten oft als Argument, die Wiedereinführung der alten Messe zu fordern. Irgendwo im Lande lässt sich immer ein Pfarrer finden, der an seinem Altar Pingpong spielen lässt oder aus der Messe eine "Krabbelmesse" oder  einen Ort oberlehrerhaften Moralisierens und Plapperns macht oder der den Altar als Pin-Wand missbraucht. Die Missbräuche weniger „Modernisierer“ können aber nicht Anlass sein, die gesamte Kirche den Rücksturz in die Vergangenheit antreten zu lassen. Vielmehr geht es darum, in der heutigen Liturgie das eucharistische Geheimnis, das Stehen vor Gott, wieder zu entdecken (Ratzinger).

        Auch Arinze stellte klar: Mit der Liturgiereform sei die Volkssprache in den Gottesdienst eingeführt worden und habe das Verständnis für das heilige Geschehen gefördert. Keiner der Verantwortlichen in der Kirche will deshalb das Rad der liturgischen Geschichte einfach wieder zurückdrehen. Es gilt, das Wesentliche des Gottesdienstes zurück zu gewinnen. Und das geht auch mit einem neuen Messbuch.   Guido Horst 

 02. Februar 2011:  In dem Maße wie die klassische Römische Liturgie, die sog. „alte“ Messe, weltweit wieder gefeiert wird, erhebt sich Kritik an liturgischen Missständen der sog. „neuen“ Messe:
      Kardinal Brandmüller, früher Präsident des „Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften“, stellt fest: „Die Sinnentfremdung der Liturgie als Mittel der Katechese stellt eine große Gefahr dar, die sich von der Aufklärung bis in die Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil hinein vollzieht. Sie hat zu der bekannten Geschwätzigkeit geführt, die in der Liturgie häufig praktiziert wird... Indessen wird man sagen können, und das lehrt die Erfahrung, dass durch das Erleben der gefeierten Liturgie mancher Geist und manches Herz sich aufschließen und eine erste Ahnung des Übernatürlichen, des Göttlichen, erfahren ...“ (Interview mit kath.net).


„Holt mich, wenn der Zirkus vorbei ist“ – mit diesen Worten hatte sich Msgr. Bartolucci mit Blick auf die liturgischen Experimente verabschiedet. Als neu ernannter Kardinal feierte er am 8. Dezember 2010 in Rom eine Hl. Messe im klassischen Ritus, der er immer treu geblieben ist.
      In einem Gespräch mit der Mailänder Zeitung „Il Giornale“ beklagte Kardinal Antonio Canizares Llovera, Präfekt der „Kongregation für den Gottesdienst ...“, dass in vielen Messfeiern nicht mehr GOTT, sondern der Mensch Hauptakteur sei und im Mittelpunkt steht. Die Reform der Liturgie sei als ein Menschenwerk verstanden worden (ständiges Experimentieren). Deshalb wünsche der Papst, „eine neue, eindeutige und starke liturgische Bewegung in der ganzen Kirche ins Leben zu rufen.“ Damit verbunden sei auch die Notwendigkeit der Kontrolle, die nichts mit „Inquisition“ zu tun habe, sondern als Dienst verstanden werden müsse, da auch die Gläubigen Rechte hätten, denn: „Die Liturgie – und das ist eine Tatsache – ist durch willkürliche Deformationen verletzt worden.“ 
(Gegen den liturgischen Wildwuchs hilft es aber nicht, den äußeren Ritus zu zementieren, denn dieses Gefäß kann den Inhalt verlieren. Es muss wieder mit mehr Glauben, Hinwendung zu Gott, und Ehrfurcht gefeiert werden: Kult vor Gott, statt vielem Gerede in einer Theateraufführung, die das Göttliche vermissen lässt.)


40 Jahre Liturgiereform -Festakt in Trier mit Cardinal Ratzinger
            Deutsche Tagespost  vom 6. Dez. 2003  REGINA EINIG 
Früchte der liturgischen Bewegung

      In seiner Einführung erinnerte Ratzinger an die Früchte der liturgischen Bewegung des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts. Aufgabe eines Konzils sei es grundsätzlich nicht, zuvor Unbekanntes herauszubringen, sondern zuvor Gewachsenes herauszufiltern und ihm Gestalt zu geben. Der Kardinal verglich die liturgische Bewegung mit einem Strom, dessen Wasser den Ursprungsort einzelner Zuflüsse erkennbar werden lasse. Die liturgische Bewegung habe in der Spannung zwischen konservativen und schöpferischen Elementen gestanden. Nach dem Konzil sei die Interpretation vielfach zu einseitig gewesen. Die Leichtigkeit, mit der sich verschiedene Strömungen in der Kirche auf „das" Konzil beriefen, gebe zu denken, so Ratzinger. Um die Balance wieder zu finden, müsse man sich auf den eigentlichen Text besinnen.

Wer also nicht alles an der Liturgiereform für geglückt halte, sondern manches als korrekturbedürftig ansehe, sei deswegen noch kein Gegner des Konzils, stellte Ratzinger mit Nachdruck fest.

Entscheidend ist für den Kardinal, der seit langem für eine „Reform der Reform" wirbt, eine Wiederentdeckung des Wesentlichen in der Liturgie. Liturgie sei allgemein ein Überschreiten des alltäglichen Lebens, so Ratzinger. Selbstüberschreitung sei in den Kern christlicher Liturgie eingeschrieben. (Von mir weg zu einem Höheren) Es geht darum, die Ehrfurcht und das Übernatürliche wieder aufleuchten zu lassen - die Liturgie nicht zu banalisieren und zu profanieren, und das geht auch in der Volkssprache.

 Mittelpunkt der Hl. Messe sei das geschlachtete Lamm und damit der Kreuzestod Christi. Die meisten Schwierigkeiten in der liturgischen Praxis beruhen laut Ratzinger darauf, dass das Passahmysterium (Kreuzesopfer - Auferstehung) als Mitte der Eucharistiefeier aus dem Blick gerät. Daher müsse hier eine Erneuerung der Liturgie ansetzen. „Das Kreuz steht nicht für banalen Optimismus", so der Kardinal wörtlich.

Kritische Worte fand der Kardinal für die nachkonziliare Entwicklung.
Der Belehrungscharakter
der Messfeier sei vielfach ausgeufert, so dass eine Verschulung der Liturgie zu beobachten sei. „Wort und Gerede ist zweierlei", merkte Ratzinger nüchtern an. Eine Fehlinterpretation des Konzilstextes, der kurze Hinweise für die Gläubigen im Ritus zugestehe, habe dazu geführt, dass sich heute in manchen Messfeiern wahre Redeströme auf die Gläubigen ergössen. Auch das Gebot der Verständlichkeit enthalte keine Aufforderung zu möglichst vielen Erklärungen.

Die Vision (Ziel) des Konzils sei eine „vernünftige“ Liturgie gewesen. Die unzureichende Beteiligung der Gläubigen am heiligen Geschehen habe den Wunsch geweckt, den gläsernen Schrein zu öffnen und Priester und Gemeinde zu verbinden.

Ebenso entschieden wandte er sich gegen Versuche, katholische Liturgie mit Elementen aus anderen Religionen zu versetzen, um dem Ganzen den Schauer des Mysteriums zu verleihen oder sie in immerwährende Betriebsamkeit ausarten zu lassen, um möglichst jeden Gläubigen einzuspannen. „Spüren wir, dass wir vor dem Thron des Herrn stehen?" fragte der Kardinal. Liturgische und geistliche Bildung brauche es, um das eucharistische Geheimnis wieder zu entdecken. Entscheidend sei darüber hinaus, dass Liturgie nicht autonom oder „horizontal“, sondern transparent auf Gott hin sei.

Der Überblick des Kardinals über die vielschichtigen liturgischen Probleme, die Gläubige in unterschiedlichen Sprachräumen der Weltkirche beschäftigen und seine Fähigkeit, wissenschaftlich zu argumentieren, bildeten einen Kontrast zu manchen deutschen Befindlichkeiten. Eine gewisse Anspannung ergab sich aus der Vergangenheit des Gastgebers, hatte doch Rom vor nicht allzu langer Zeit Korrekturbedarf für die Übersetzung liturgischer Texte angemeldet, die unter Federführung des Deutschen Liturgischen Instituts entstanden waren.

         Mit Blick auf einen Artikel über die alte Messe, den eine überregionale Tageszeitung am Donnerstag veröffentlicht hatte, empfahl Ratzinger, eine „liturgische Versöhnung" anzustreben. Die überhastete Durchführung der Liturgiereform sei die Ursache, dass nicht nur Freude über die neue Form aufgekommen sei. Seiner Auffassung nach werde die Liturgiereform im Wesentlichen bleiben, solle aber vertieft werden. Einfach zum alten Missale zurückzukehren sei nicht möglich. Der Reichtum an Präfationen und Lesungen im Novus Ordo (im Neuen Messbuch), auch die neuen Heiligen seien positive Elemente. „Man kann Liturgie nicht einfrieren", lautete das Fazit des Präfekten (aber wieder mehr auf Gott hin ausrichten). 

Die "tridentinische" Messe ist und bleibt ein Kind ihrer Zeit -
eine Liturgiereform war notwendig.

Buch: Kunzler, Michael "Die <tridentinische> Messe. Aufbruch oder Rückschritt?" Paderborn: 2008. ISBN: 978-3-89710-3986; 126 Seiten (Kapitelüberschrift: Die vergebliche Suche nach der ältesten Form der Messe! Die Reformatoren meinten, man brauche nur zurück zu den guten und reinen Quellen)

Seit dem Sommer 2007 hat Papst Benedikt XVI. die Feier der „alten" Messe nach dem Messbuch von 1962 allgemein wieder zugelassen. Dieses Messbuch beruht mit wenigen Veränderungen auf dem Messbuch, das 1570 im Auftrag des Konzils von Trient herausgegeben wurde. Zum Teil massiv wollen verschiedene Gruppen heute zurück zur „Tridentinischen Liturgie", weil viele meinen, nur sie könne „schön" und würdig gefeiert werden.

Aber was bedeutet überhaupt die „Tridentinische Liturgie"? Wenn ein Priester mit dem Rücken zur Gemeinde am Altar steht und lateinisch singt und betet, ist das schon die „alte Messe" von früher? Wie ist es zu dieser Form der Messfeier gekommen? Weshalb wurde sie einer Liturgiereform unterzogen? Wie unterscheiden sich die beiden Messformen voneinander, und ist eine Wertung der einen wie der anderen Form möglich? Auch die Einheit der Kirche spielt hier eine große Rolle: Finden die von der katholischen Kirche abgespaltenen Christen der Lefebvre-Bewegung zurück zur Einheit der Kirche? Oder gilt das Gegenteil?

Vorurteilsfreie Information wird in den zehn Kapiteln gegeben:
Zur Geschichte, zum Begriff des „Ritus", zum historischen Wachstum der Eucharistiefeier, zur liturgischen Sprache, zur Stellung des Priesters am Altar, zu kritischen Anfragen an die erneuerte Liturgie und an die bedrohte oder bereits zerbrochene Einheit der Kirche.

Michael Kunzler,
geboren 1951 in Saarbrücken. 1978 Promotion zum Dr. theol.; 1980 Priesterweihe. 1987 Habilitation; seit 1988 Ordinarius für Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn. Berater der Liturgiekommission der deutschen Bischofskonferenz. 2005 Ernennung zum Konsultor der Römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentendisziplin durch Papst Benedikt XVI.  Zahlreiche Buchveröffentlichungen.
 

SUMMORUM PONTIFICUM cura ad hoc tempus usque semper fuit
 
   
ÜBER DEN GEBRAUCH DER RÖMISCHEN LITURGIE AUS DER ZEIT VOR DER REFORM VON 1970                  
Motu Proprio VON PAPST BENEDIKT XVI.     2007-07-07  
Der ganze Text mit Begleitbrief als  pdf-Datei :  AlteLiturgieSummorum.pdf 

     WIR BESCHLIESSEN mit dem vorliegenden Apostolischen Schreiben folgendes:
 
   Das von Paul VI. promulgierte Römische Messbuch 1970 ist die ordentliche Ausdrucksform der „Lex orandi“ der katholischen Kirche des lateinischen Ritus. Das vom hl. Pius V. promulgierte und vom sel. Johannes XXIII. neu herausgegebene Römische Messbuch 1962 hat hingegen als außerordentliche Ausdrucksform derselben „Lex orandi“ der Kirche zu gelten, und aufgrund seines verehrungswürdigen und alten Gebrauchs soll es sich der gebotenen Ehre erfreuen. Diese zwei Ausdrucksformen der „Lex orandi“ der Kirche werden aber keineswegs zu einer Spaltung der „Lex credendi“ der Kirche führen; denn sie sind zwei Anwendungsformen des einen Römischen Ritus.
Demgemäß ist es erlaubt, das Messopfer nach der vom sel. Johannes XXIII. promulgierten und niemals abgeschafften Editio typica des Römischen Messbuchs als außerordentliche Form der Liturgie der Kirche zu feiern. Die von den vorangegangenen Dokumenten „Quattuor abhinc annos“ und „Ecclesia Dei“ für den Gebrauch dieses Messbuchs aufgestellten Bedingungen aber werden wie folgt ersetzt:

 

    Literaturhinweis:

Kaschewsky, Rudolf "Greuel der Verwüstung an heiliger Stätte: Paul Hacker zur Lage der Kirche nach dem Zweiten Vatikanum" 204 Seiten, 2012; ISBN-13: 978-3864170058; http://patrimonium-verlag.de/
Hoeres, Walter "Die verratene Gerechtigkeit" 210 Seiten, http://www.patrimonium-verlag.de/ 2016

Fürst, Alfons "Die Liturgie der alten Kirche: Geschichte und Theologie"  310 Seiten; Aschendorff Verlag: 2008; ISBN: 340206961X; ISBN: 978-3402069615  Kirchengeschichte und Liturgie.

Kunzler, Michael "Ein Laien-Messbuch. Eine Einführung in das Wertvollste der katholischen Christen: die heilige Messe" Bonifatius Verlag Paderborn: 2011; 272 Seiten; ISBN: 978-3-89710-480-8 (Kunzler, geb. 1951, ist Ordinarius für Liturgiewissenschaft in Paderborn)

Kunzler, Dr. Michael "Die 'tridentinische' Messe. Aufbruch oder Rückschritt?" Paderborn: 2008. ISBN: 978-3-89710-3986; 126 Seiten (Die vergebliche Suche nach der ältesten Form der Messe wird kurz dargestellt! Die Reformatoren meinten, man brauche nur zurück zu den guten und reinen Quellen, was aber leider nicht machbar ist.)

Kunzler, Michael "Liturge sein. Entwurf einer Ars celebrandi" Paderborn: 2007, 748 Seiten, Gb. ISBN: 978-3-39710-377-1

Joseph Kardinal Ratzinger "Der Geist der Liturgie. Eine Einführung" 3. Aufl. Herder, 2000 (Bendedikt XVI)

Gerhards, Albert "Ein Ritus - zwei Formen. Die Richtlinie Papst Benedikts XVI. zur Liturgie" Herder: 2008; ISBN: 978-3-451-29781-6; (Stellungnahme zu "ordentliche und außerordentliche" Form der Liturgie)

Haider, Christoph "Eucharistie" Sankt Ulrich Verlag, Augsburg: 2008; 141 Seiten; ISBN: 978-3867440158;

Breid, Franz "Die heilige Eucharistie. Referate der Theologischen Sommerakademie 2005 des Linzer Priesterkreises" Augsburg: 2005; 296 Seiten, ISBN: 978-3-934225-38-1  Dr. Peter C. Düren http://www.dominus-verlag.de/ 

Stephan Maessen „Die Liturgiereform - Schiffbruch der Kirche?" Rex Regum Verlag; ISBN 3-901851-20-8

Georg May "Echte und unechte Reform" 2002, ISBN 3-932691-27-X;

"Das Problem der Liturgiereform. Die Messe des II. Vatikanischen Konzils und Pauls des VI." (Eine Neue Theologie). Hrsgg. Vereinigung St. Pius X:, Stuttgarterstraße 24, D-70469 Stuttgart;

KKK = Katechismus der Katholischen Kirche (2003; 826 Seiten)  http://theol.uibk.ac.at/leseraum/quelltext/ 

Karl-Heinz Menke "Jesus ist Gott der Sohn" (Gebundene Ausgabe) Pustet, Regensburg: 2008; ISBN: 978-3791721156

Schlosser, Marianne "Die Gabe der Unterscheidung. Texte aus zwei Jahrtausenden" echter, Würzburg: 2008; (Institut für Theologie und Spiritualität, Wien)
 

Ludwig Ott: Grundriss der Dogmatik,  686 Seiten; 11. verbesserte Auflage, nova & vetera: Bonn 2005,  ISBN 3-936741-25-5; http://www.novaetvetera.de/ 
D
iese Neuauflage von Ludwig Ott hat ihre Eigenart in ihrer theozentrischen Grundkonzeption.
Ott’s
Dogmatik entspricht  klarer Katholizität im umfassendsten Sinne des Wortes: Die ganze christliche Heilslehre zerfällt nicht in ein Konglomerat unüberschaubarer, autonomer Einzeltraktate. Nein, sie wird zusammengehalten von der Grundvorstellung, dass die heilige Lehre, das Herz der Theologie, von nichts anderem zu handeln habe als von Gott in sich und von den geschaffenen Dingen, insofern sie eine Hinordnung zu Gott als ihrem Ursprung und Ziel habenHier ist zu bemerken, dass Ott in den späteren Auflagen an wichtigen Stellen - etwa in der Ekklesiologie - auch neuere Aussagen, etwa des Zweiten Vatikanischen Konzils, beachtet und organisch in seinen Gesamtentwurf einbaut. Damit zeigt er auch schon musterhaft, wie die in neuester Zeit, inzwischen auch von Rom energisch geforderte Rezeption des Konzils im Lichte der Tradition aussehen kann.
Ergänzend dazu hat der Verlag alle Quellenverweise zum  „Denzinger" auf den Stand der neuesten Auflage vom Januar 2005 gebracht (Denzinger- Hünermann)
und zahlreiche Literaturnachträge mit einer bewundernswerten Sorgfalt und Treffsicherheit (im Sinne einer Auswahl dieser Literatur „im Geiste Ludwig Ott’s") eingearbeitet. Dies führt dazu, dass auch jene, die wissenschaftlich arbeiten, an einer solchen Neuauflage gar nicht mehr vorüber gehen dürfen. Hinzu kommt noch, dass der Drucksatz gegenüber den älteren Auflagen des Ott angemessen vergrößert und in einer angenehmeren Schrifttype gesetzt wurde, was das Lesen deutlich erleichtert.

 

 

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